»Kronberg Festival 2026« »Courage!«, Musik, die Mut macht, 22. September bis 4. Oktober 2026

  • Rund 30 Konzerte und Veranstaltungen über Aufbruch, Haltung und Menschlichkeit – 150 Jahre Pablo Casals als geistiger Bezugspunkt

Kronberg im Taunus, 18. August 2026

Was gibt uns den Mut, unseren Überzeugungen zu folgen? Und welche Kraft kann #Musik entfalten, wenn Haltung gefragt ist? Unter dem Motto »Courage! Ein Festival über Mut, Menschlichkeit und die Kraft der Musik« lädt das »Kronberg Festival« vom 22. September bis zum 4. Oktober 2026 nach Kronberg ein. Rund 30 Konzerte mit international renommierten Künstlerpersönlichkeiten, herausragenden Ensembles und jungen Solisten der Kronberg Academy machen unterschiedliche Facetten von Courage musikalisch erlebbar.

»Courage!« – von Pablo Casals ins Heute gedacht

Geistiger Bezugspunkt des Festivals ist Pablo Casals, dessen Geburtstag sich 2026 zum 150. Mal jährt. Der große Cellist und Humanist verband künstlerische Wahrhaftigkeit mit gesellschaftlicher Verantwortung und stellte seine Überzeugungen auch dann nicht zurück, wenn sie persönliche Konsequenzen hatten.

»Pablo Casals war ein Jahrhundertkünstler – aber was uns bis heute besonders bewegt, ist seine Haltung als Mensch. Er stellte seine Überzeugungen vor die eigene Karriere. Dieses Verständnis, zuerst Mensch und dann Künstler zu sein, gehört zur DNA der Kronberg Academy. ›Courage!‹ führt diese Haltung in die Gegenwart – mit Künstlerpersönlichkeiten wie Gabriela Montero, András Schiff oder Gidon Kremer, für die Stillsein keine Option ist«, so Raimund Trenkler, Gründer und Intendant der Kronberg Academy.

Das Festival zeigt #Courage dabei nicht als eindimensionale politische Botschaft, sondern in sehr unterschiedlichen künstlerischen und biografischen Zusammenhängen: im Widerstand gegen Unfreiheit, im Mut zum Neubeginn, im Bruch mit Konventionen, in der Suche nach neuen Ausdrucksformen – und in der Entscheidung von Künstlern, die eigene Stimme zu erheben.

Auftakt mit Gabriela Montero und dem »Pablo Casals Award«

Bereits der Eröffnungsabend am 22. September 2026 bringt diesen Gedanken auf den Punkt. Die venezolanische Pianistin Gabriela Montero, die sich seit vielen Jahren öffentlich für Demokratie, Menschenrechte und Freiheit in ihrem Heimatland einsetzt, erhält den »Pablo Casals Award for a Better World« auf Initiative der Firma Flossbach von Storch. Die Laudatio hält die Schauspielerin Maria Furtwängler. Gemeinsam mit dem HR Sinfonieorchester unter François Leleux interpretiert sie Mozarts #Klavierkonzert Nummer 24; Kurt Weills im Exil entstandene 2. #Sinfonie setzt einen weiteren Akzent auf Neubeginn und künstlerische Unabhängigkeit.

Noch am selben Abend interpretiert Edgar Moreau Shostakovichs Erstes Cellokonzert mit dem HR Sinfonieorchester – Musik, in der sich unter den Bedingungen politischer Repression Ironie und Widerständigkeit verbinden.

Hoffnung und Zukunft: Oksana Lyniv und das »Youth Symphony Orchestra of Ukraine«

Einen besonderen Schwerpunkt bilden am 23. September 2026 2 Konzerte mit Oksana Lyniv und dem »Youth Symphony Orchestra of #Ukraine«. Das Orchester vereint junge Musiker aus einem vom Krieg geprägten Land und steht damit selbst für Widerstandskraft, Zukunftsglauben und die verbindende Kraft gemeinsamer musikalischer Arbeit.

Mit Johannes Moser erklingen Lalos Cellokonzert und Mozarts »Jupiter« Sinfonie. Im zweiten Konzert singt Thomas Hampson Mahlers Lieder aus »Des Knaben Wunderhorn«. Hinzu kommt die Uraufführung einer Elegie des ukrainischen Komponisten Yuri Laniuk.

Künstlerische Courage: von #Biber und #Bach bis zur Uraufführung

Auch musikalisch ist Courage ein Roter Faden des Festivals: in Werken von Komponisten, die unter #Exil, #Diktatur oder gesellschaftlichem Druck ihre Stimme bewahrten, in Musik, die radikal mit Konventionen brach, und in neuen Werken, die heute unbekanntes Terrain betreten.

»Courage ist in diesem Festival keine Behauptung, sondern musikalisch hörbar: im Schaffen von Komponisten, die trotz Exil und Repression ihre Stimme bewahrten, in Werken, die mit Konventionen brachen, und in Uraufführungen, die neue Wege beschreiten. Dieser Bogen reicht von Biber und Bach über Shostakovich und Gulda bis in die Gegenwart – und ist gemeinsam mit unseren Künstlern entstanden«, so Prof. Dr. Friedemann Eichhorn, Künstlerischer Leiter der Kronberg Academy.

Mehrere neue Werke entstehen im Umfeld des Festivalthemas. Die iranische Komponistin Sarvenaz Safari eröffnet mit »C wie …« einen #Celloabend, der zugleich Emanuel Feuermann, Jacqueline du Pré und Mstislav Rostropovich gewidmet ist. Christian Jost bringt mit »Seasons« ein neues Werk für Violoncello und Streichorchester zur Uraufführung. Gidon Kremer und die Kremerata Baltica stellen Mozart und Shostakovich einer weiteren Uraufführung gegenüber.

Auch Grenzen zwischen Genres werden bewusst überschritten: Die HR Bigband trifft mit Bruno Philippe auf Friedrich Guldas unkonventionelles Cellokonzert; Die »#CelloFellows« Bryan Cheng und Leonard Disselhorst bewegen sich zwischen #Jazz, #Tango, #Folk und Eigenkompositionen. Stegreif – The Improvising Symphony Orchestra verwandelt Beethovens »#Eroica« ohne Noten, Dirigent und feste Sitzordnung in ein Konzerterlebnis zwischen Improvisation, Rekomposition und Bewegung.

Große Künstlerpersönlichkeiten, besondere Begegnungen

Zu den weiteren Gästen gehören Sheku Kanneh Mason, Steven Isserlis, Janine Jansen, Anna Prohaska, Nicolas Altstaedt, Avi Avital, Fazıl Say und Sir András Schiff.  András Schiff gestaltet gemeinsam mit dem »Chamber Orchestra of Europe« am 1. Oktober einen Doppelabend mit Mendelssohn und Schumann. Im zweiten Konzert steht der Cellist Miklós Perényi im Mittelpunkt – eine Begegnung langjähriger musikalischer Weggefährten.

Pablo Casals selbst wird am 25. September 2026 mit dem Konzert »Für Casals« musikalisch gegenwärtig. Gary Hoffman und junge Solisten der Kronberg Academy spielen Werke von #Bloch, #Mendelssohn, #Casals, #Cassadó und #Brahms.

Ein Festival über den Konzertsaal hinaus

Auch jenseits der Konzerte wird »Courage!« zum Thema. In der #Lesung »Löwenherz – erzähl mir von Courage« verbinden Schauspieler Michael Rotschopf und Cellist Oliver Herbert #Literatur und #Musik zu einer ungewöhnlichen Collage. Texte und Stimmen von Oscar Wilde, Thomas Mann, Natalia Ginzburg, Walt Whitman, Dawn Avery, Iannis Xenakis, Pau Casals und weiteren eröffnen dabei weitere, inspirierende Perspektiven auf Mut, Haltung und Menschlichkeit.

Das Gesprächsformat »Casourage« fragt am 2. Oktober 2026 nach der Aktualität seines Vermächtnisses. Sir András Schiff, der Publizist Paul Lendvai sowie junge Künstlerinnen der Kronberg Academy sprechen über künstlerische Freiheit, gesellschaftliche Verantwortung und die Frage, was es heute bedeutet, Haltung zu zeigen.

Parallel zum Festival bringt die Geigenbau Biennale Kronberg vom 29. September bis zum 2. Oktober 2026 rund 30 Geigenbauer und Bogenbauer, Saitenhersteller und weitere Spezialisten in der Stadthalle Kronberg zusammen. Instrumentenpräsentationen, Klangproben, offene Werkstätten und Fachvorträge machen das traditionsreiche Handwerk unmittelbar erlebbar. So verbindet das Kronberg Festival knapp 2 Wochen lang #Konzerte, #Gespräche, #Ausbildung, Neue Musik, #Handwerk und persönliche Begegnungen.

Cello Meisterkurse: Courage an die nächste Generation weitergeben

Zu den öffentlichen Cello Meisterkursen kommen herausragende junge Cellisten aus aller Welt nach #Kronberg. Sie arbeiten mit Frans Helmerson, Gary Hoffman, Jens Peter Maintz und Wolfgang Emanuel Schmidt und geben dem Publikum unmittelbaren Einblick in den Entstehungsprozess von Interpretation.

Workshops führen die Idee von »Courage!« – nicht nur für Meisterkursteilnehmende – weiter: Der Psychologe und Geiger Andreas Burzik beschäftigt sich mit Lampenfieber und Bühnenpräsenz, »BartolomeyBittmann« führen im Improvisationsworkshop »Was wäre ich ohne Noten?« aus der musikalischen Komfortzone, und Prof. Dr. Jana Leidenfrost verbindet in ihrer »Biathlon Challenge« Erfahrungen aus #Psychologie und #Spitzensport mit den Anforderungen des Musikerlebens. Am 30. September 2026 präsentieren schließlich ausgewählte Teilnehmer ihre Arbeit in zwei Abschlusskonzerten gemeinsam mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn.

Mit »Courage!« beginnt die Saison 2026/27

Mit dem Festival beginnt zugleich die neue Konzertsaison im Casals Forum. Ein besonderes Merkmal der Kronberg Academy ist die Entstehung seiner Programme: Rund 80 bis 85 Prozent werden in Kronberg konzipiert und größtenteils auch hier erarbeitet. Statt fertige Tourneeprogramme einzukaufen, entwickelt die Kronberg Academy viele Konzerte im direkten Austausch mit den beteiligten Künstlern. »Hier hören Sie Programme, die Sie woanders nicht hören«, brachte es Gründer und Intendant Raimund Trenkler auf den Punkt.

Die Saison umfasst unter anderem die MittwochsKonzerte, Concerti Brillanti und Masters in Performance, #Klavierabende mit Marc André Hamelin, Beatrice Rana und Bertrand Chamayou, den Abschluss von Martin Helmchens #Schubert #Zyklus sowie Jazz@Casals.

Neu startet die Reihe »#Chorwelten«, die mit internationalen Kammerchören gezielt die besonderen akustischen Möglichkeiten des Casals Forums erschließt. Die »#FreundschaftsSpiele« bringen das Jánoška Ensemble, Gidon Kremer und Janine Jansen mit Freunden, Weggefährten und Kronberg Young Soloists zusammen. Geburtstagskonzerte gelten Tabea Zimmermann, Christian Tetzlaff und Antje Weithaas; im Frühjahr führt das Chamber Music Festival Alumni der Kronberg Academy auf eine musikalische Reise durch Europa.

Über die Kronberg Academy

Die Kronberg Academy zählt zu den bedeutendsten Begegnungsstätten und Ausbildungsstätten für junge #Geiger, #Bratschisten, #Cellisten sowie #Pianisten. Unter dem Dach der Kronberg Academy Stiftung arbeiten junge Solisten in Kronberg mit prägenden Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit zusammen und können in den Studiengängen der Kronberg Academy einen Bachelorabchluss oder Masterabschluss erwerben. Konzerte, Festivals und internationale Auftritte bieten ihnen regelmäßig die Möglichkeit, gemeinsam mit ihren Vorbildern zu musizieren. Das Leitbild der Kronberg Academy orientiert sich am humanistischen Credo Pablo Casals’: #Kunst, #Menschlichkeit und die #Würdigung der #Natur gehören untrennbar zusammen. Ausdruck findet dies auch im Casals Forum, dem Konzertsaal mit integriertem Studienzentrum, der #CO2 neutral betrieben werden kann.

22. September bis 4. Oktober 2026,
Casals Forum und weitere Spielorte in Kronberg im Taunus, ktuelles Programm, Karten und weitere Informationen online 🔗 …

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