BUND Gütersloh: Plastikrausch – wir müssen über Plastik reden

#Plastik ist allgegenwärtig und überall, manchmal höchst nützlich, manchmal allerdings eine Plage für #Umwelt und #Gesundheit. Wer kennt sie nicht, die Bilder vom #Plastikmüll an den #Stränden und in den #Flüssen? Wer hat noch keine Bilder von #Müll und #Plastikabfällen auf #Deponien oder in der #Landschaft gesehen? Und es gibt auch Berichte in den Medien über #Kunststoffe, die verwittern, in kleinste Teilchen zerfallen (sogenanntes #Mikroplastik und #Nanoplastik) und inzwischen überall auf der Erde vorkommen.

Die #Forschung findet diese Teilchen inzwischen in der #Luft, im #Wasser, im #Boden, in tierischen und menschlichen #Körpern. Bilder von Meerestieren, die sich in Plastikteilen verfangen oder Kunststoffstücke verschluckt haben und dann verenden, sind schrecklich. Das muss anders werden.

Vollkommen auf Plastik zu verzichten, das wird wohl kaum möglich sein. Denn viele Kunststoffprodukte sind sinnvoll und durch andere Materialien nicht oder nur schwer zu ersetzen. Anstatt von #Kunststoff mehr auf #Aluminium für die Verpackung von Lebensmitteln auszuweichen, wäre ökologisch sicherlich auch keine sinnvolle Entscheidung. Und wenn wir weltweit alle Menschen mit sauberem #Trinkwasser versorgen wollen, dann wird das ebenso nicht ohne #Plastikflaschen funktionieren. 

Was aber dringend anders werden muss, das ist der Umgang mit Plastik hier bei uns in Deutschland. Zwar ist die Abfallentsorgung im Vergleich mit anderen Ländern relativ gut gelöst, jedoch hapert es ganz eindeutig beim #Kunststoffrecycling. Die Recyclingquote ist einfach zu gering. Die Vielfalt an Plastikstoffen erschwert das Recycling, ebenfalls von Nachteil ist, dass die Recyclingkunststoffe im Vergleich zu Neuprodukten aus #Öl teurer sind.

Einige Dinge müssen international oder bundesweit geregelt werden. Da haben wir wenig Einfluss. Etwas jedoch kann auch auf kommunaler Ebene passieren und als Vorbild dienen, wie zum Beispiel die Einführung einer #Verpackungssteuer oder Vorgaben im kommunalen Beschaffungswesen.

Einiges am Plastikkonsum lässt sich im eigenen Umfeld oder #Haushalt ändern, wenn man möchte, hier ein paar Beispiele.

  • Wer Leitungswasser anstelle von #Mineralwasser trinkt, vermeidet den Transport. Wer auf Mineralwasser nicht verzichten kann, sollte Mehrwegflaschen aus #Glas und mit Pfand nutzen.
  • Bei #Essig, #Öl, #Ketchup und viele anderen Waren stehen Glas und Kunststoff als Verpackung zur Verfügung. Bei der Auswahl von Glas ist das Recycling leichter möglich, zugleich wird der Übergang von Kunststoffpartikeln in das #Lebensmittel vermieden.
  • Bei Kunststoffprodukten können diejenigen mit höherem Anteil an #Recyclingware bevorzugt werden.
  • Wer baut oder renoviert, kann bei Materialien aus Kunststoff auch nach ökologisch gegebenenfalls besseren Varianten Ausschau halten (zum Beispiel #Dämmstoffe, #Bodenbeläge).

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