#KWS #History: #Stadtgeschichte #Gütersloh – die Gütersloher #Synagoge

#Gütersloh, 28. Juni 2026

Über fast 170 Jahre war die Synagoge Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens in Gütersloh. Sie stand an der heutigen #Daltropstraße und prägte das #Stadtbild bis zu ihrer #Zerstörung während der #Novemberpogrome 1938.

Eine Synagoge im Herzen der Stadt

Die Gütersloher Synagoge war 1765 errichtet worden. Als sogenannte »#Hofsynagoge« entstand sie in einer Zeit, als jüdische Gemeinden ihre Gotteshäuser häufig auf rückwärtigen Grundstücken oder in Hoflagen errichteten. Über Generationen hinweg war sie religiöser, kultureller und sozialer Mittelpunkt der jüdischen Gemeinde.

Die jüdischen Familien gehörten über viele Jahrzehnte zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben Güterslohs. Sie betrieben Geschäfte, Handwerksbetriebe und Unternehmen und trugen zur Entwicklung der Stadt bei.

Die Zerstörung im November 1938

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge während der reichsweiten Novemberpogrome zerstört. Wie nahezu überall im Deutschen Reich richtete sich die Gewalt gegen jüdische #Gotteshäuser, #Wohnungen und #Geschäfte. Auch in Gütersloh wurde die Synagoge in #Brand gesetzt und #vernichtet.

Mit ihrer Zerstörung verlor die jüdische Gemeinde nicht nur ihr Gotteshaus, sondern auch ihren wichtigsten Versammlungsort und Identifikationsort. Viele jüdische Bürger wurden verfolgt, entrechtet, zur Emigration gezwungen oder später in den nationalsozialistischen #Vernichtungslagern #ermordet.

Der Ort heute

Vom Gebäude selbst sind heute keine sichtbaren Spuren mehr erhalten. An seinem ehemaligen Standort erinnert eine in den Gehweg eingelassene Bronzeplakette an die Synagoge. Ihre Inschrift lautet …

Hier stand die Synagoge
1765–1938
zerstört durch
NS Willkür

Bereits 1984 hatte die Stadt Gütersloh in unmittelbarer Nähe einen Gedenkstein vor der Mediothek des Evangelisch Stiftischen Gymnasiums (#ESG) errichtet. Beide Erinnerungsorte machen auf die Geschichte der ehemaligen Synagoge aufmerksam und erinnern an die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung während der Zeit des Nationalsozialismus.

Erinnerung bewahren

Die Geschichte der Gütersloher Synagoge steht stellvertretend für das Schicksal vieler jüdischer Gemeinden in Deutschland. Mit ihrer Zerstörung verschwand nicht nur ein bedeutendes #Bauwerk, sondern ein Ort des Glaubens, der Begegnung und des gemeinschaftlichen Lebens.

Heute erinnern die Gedenkorte an die jahrhundertelange Geschichte jüdischen Lebens in Gütersloh und mahnen dazu, Ausgrenzung, Antisemitismus und politischem Extremismus entschieden entgegenzutreten. Zugleich machen sie deutlich, dass jüdische Geschichte ein fester Bestandteil der Stadtgeschichte ist.

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